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  • fsteini

Fall: Akutes Nasenbluten und ein zufälliges 12-Kanal-EKG. Männlich, 77 Jahre

Sie werden mit dem Rettungswagen zu einem 77 jährigen Mann gerufen. Dieser hat seit einer Stunde Nasenbluten welches jedoch inzwischen schon fast wieder aufgehört hat. Sonst hat er keine weiteren Beschwerden und fühlt sich gut. Die Vitalparameter sind unauffällig. Ihr Notsanschüler ergänzt das 6-Kanal-EKG und fragt sie dann: „Guck mal, dass sieht irgendwie merkwürdig aus“. Der Patient berichtet ihnen, dass bei ihm eine EKG-Veränderung bekannt sei, er jedoch nicht genau wüsste welche.


Hf: 75/min, QRS: 138ms


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2 Comments


Mathias Wank
Mathias Wank
Jan 21, 2021

Kann mich Patrick nur anschließen ;-)

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Das EKG ist rhythmisch und normfrequent, Linkstyp. Der QRS-Komplex ist über die Norm verbreitert. P-Wellen sind schwach zu erkennen. In I und V6 zeigt sich eine m-förmige Deformation der QRS-Komplexe. Es liegt ein kompletter Linksschenkelblock vor. Des Weiteren abgeflachte T-Wellen, aszendierende und deszendierende ST-Strecken in diversen Ableitungen als Zeichen von Erregungsrückbildungsstörungen bei LSB.


Interessant wäre nun die Frage nach Vorerkrankungen und Dauermedikation. Ggf. ist der LSB vorbekannt, was über alte Arztbriefe oder Vor-EKGs zu klären sein müsste. Nasenbluten als Symptom eines ACS ist m.E. unwahrscheinlich, vor allem da der Patient sonst keinerlei Beschwerden hat. Vielleicht hat er aber auch einen langjährigen, schlecht eingestellten Diabetes? Nimmt er Blutverdünner?

Die weitere Anamnese sollte auch klären wie das Nasenbluten begonnen hat. Was ist…


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