Auflösung: Allgemeinzustandsverschlechterung, weiblich 66 Jahre

Sie werden mit dem Rettungswagen zu einer 66 Jahre alten Patientin gerufen. Diese klagt seit einer Woche über zunehmende Luftnot bei Belastung und Unterschenkelödeme. Sie reicht ihnen eine Liste mit ihren Medikamenten: ASS, Ramipril, Metoprolol, Rivaroxaban, Torasemid usw. Ihre Atemwege sind frei, die Sauerstoffsättigung unter Raumluft liegt bei 95% bei einer AF von 14/min. Der RR liegt bei 166/98 mmHG, der Puls liegt ca. Bei 105/min und ist unregelmäßig aber kräftig zu tasten.

Sie berichtet ihnen, dass sie bei ihrem letzten Krankenhausaufenthalt elektrisch kardiovertiert wurde und seit dem Blutverdünner einnimmt.

Sie schreiben ein 12-Kanal-EKG:




Was ist ihre EKG-Diagnose?

Was könnte die Ursache der Dyspnoe sein?

Braucht die Patientin eine akute Therapie von ihnen?

Welche Maßnahmen werden in der Klinik folgen?


Für die Rhythmus-Analyse eignet sich bei dieser Patientin die Ableitung III am besten. Dort ist anstatt von P-Wellen ein sägezahnartiges Muster zwischen den QRS-Komplexen zu erkennen. Dieses ensteht durch ein zugrundeliegendes Vorhofflattern. Die QRS-Komplexe sind schmal und treten zeitweise mit regelmäßigen Abständen auf, welche sich dann wieder etwas verändern. Grundrhythmus ist ein Vorhofflatter mit einer 3:1 Überleitung. Diese scheint jedoch nicht ganz konstant zu sein und zwischendurch zu wechseln. Hierdurch entsteht der Eindruck einer absoluten Arrhythmie.

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